MPU wegen Drogenproblemen

Bei einer MPU, wegen Drogen-Auffälligkeiten, gibt es ähnlich, wie bei Alkohol, eine Einteilung in drei Schweregrade, der Drogen-Problematik. Das hängt auch mit der Art der Drogen zusammen, welche konsumiert wurden. Cannabis gilt als leichte Droge, Amphetamine, Kokain und die meisten anderen Drogen, als schwere Droge und schließlich Heroin oder andere Opiate als sehr schwere Droge.

I. Abhängigkeit von Drogen wird in der Regel nur von Heroin, anderen Opiaten und den schweren Drogen, wie Kokain und Amphetaminen erreicht und nur sehr selten durch ausschließlichen Cannabis-Konsum. Hierbei ist eine nachgewiesene Abstinenz von 12 Monaten zu erbringen. Diese kann mittels Urin- oder Haar-Untersuchungen bei speziellen Laboren belegt werden.



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II. Handelt es sich „nur“ um einen starken Missbrauch von Drogen, ohne jedoch abhängig zu sein, sind 6 bis 12 Monate belegte Abstinenz nötig. Das ist nur bei den harten Drogen Kokain und Amphetaminen der Fall und nur selten bei Cannabis. Die Ursachenaufarbeitung und Festigung neuer Lebensmuster ist i.d.R. auch nicht so umfangreich, wie bei einer Abhängigkeit. Ob auch Alkohol-Abstinenz nötig ist, wird bei dieser Gruppe im Einzelfall entschieden.

III. Liegt lediglich leichterer Missbrauch vor, was der Fall bei gelegentlichem oder auch häufigem CannabisKonsum ist, reichen Abstinenznachweise von 6 Monaten. Alkohol-Abstinenz ist bei dieser Gruppe in der Regel nicht nötig. Auch hierbei müssen die Ursachen des früheren Konsumverhaltens und der Drogenauffälligkeiten aufgearbeitet werden. In der Beratung erarbeiten wir gemeinsam tragfähige Strategien, damit es in solchen Situationen zu keinem Rückfall kommt.